Zweitagestour auf dem Hermannsweg
1. Tag, 01.08.2009 – Hoerstel bis hinter Tecklenburg ~ 32km
Nach einer etwa zweistündigen Anreise mit der Bahn von Bochum aus, sind wir von Hoerstel unsere Kurzwanderung auf dem Hermannsweg um 11:30 gestartet. Mit dabei ein vollbepackter Rucksack mit viel zu viel zu essen, einem Einweggrill, Schlafsack, Isomatte, jedoch kein Zelt. Da die Wetteransage für den Tag gut war, haben wir uns für eine Übernachtung unter freiem Himmel entschieden.
Der Weg vom Bahnhof Hoerstel zum Hermannsweg, der etwas westlich von Rheine startet, ist recht gut ausgeschildert, so dass man nach ca. 2 km den Weg erreicht hat. Der Hermannsweg ist die meiste Zeit recht hügelig und führt größtenteils durch Waldgebiete. Kleine Strecken muss man auch auf Nebenstraßen durch Dörfer zurücklegen. Oft bekommt man einen schönen Ausblick aufs Münsterland. Der Weg ist kaum belaufen und wird eher von Mountainbikern genutzt. Lediglich die Teilstrecken entlang von größeren Ortschaften, wie Bad Iburg oder Tecklenburg werden von Spaziergängern genutzt. Ansonsten ist man recht allein und wir konnten die Sonne und das landschaftlich schöne Umfeld ungestört genießen.
Die offiziell zweite Etappe des Weges führt von Hoerstel nach Tecklenburg, welches wir am nachmittag nach etwa 25 km erreicht haben. Der Ort hat eine recht schöne Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern, einer alten Kirche und Kloster.
Hier gabs nun erstmal ein Alster zur Erfrischung. Am nachmittag sind wir nun nochmal 1 ½ Stunden weiter in Rchtung Bad Iburg gelaufen. Unser Nachquartier haben wir an einem Rastplatz an einer kleinen Straße aufgeschlafen, wo wir sogar ein Dach über dem Kopf hatten. Nun konnten wir erstmal in Ruhe grillen und den Sonnenuntergang genießen. Die eigentliche Ruhe wurde lediglich durch ein Schützenfest in der Nähe etwas gestört. Die Nacht blieb recht ruhig, wir mussten lediglich gegen 3 Uhr unters Dach ziehen, da es zu regnen begann. Marcel hatte eine recht ungemütliche Nacht, da es sich auf dem Tisch des Rastplatzes so ganz ohne Isomatte doch nicht so komfortabel schließen ließ.
2. Tag, 02.08.2009 – bis Hilter ~ 28 km
Der Tag startete mit leichtem Regen und einem fehlenden Frühstück. Ohne Gaskocher kann man sich nunmal auch keinen Tee oder Kaffee machen! Dies wollten wir dann im 18 km entfernten Bad Iburg nachholen. Auf dem Weg wurde das Wetter etwas freundlicher. Nach einem recht langen Stück auf einer kleinen Straße, ging es dann endlich wieder in den Wald, wo es auch wieder etwas hügeliger wurde. Auf einer sagenhaften Höhe von 235 m über NN waren wir dann auch schon auf dem höchsten Punkt des Münsterlandes! Die Aussicht war auch ganz passabel.
Auf dem letzten Stück nach Bad Iburg haben wir noch zwei Holländerinnen getroffen, die den Weg ebenfalls für zwei Tage gelaufen sind. So konnte man sich bis nach Bad Iburg noch nett unterhalten. Dort gabs dann auch endlich ein Kännchen Tee bzw. Kaffee im Café Schloßmühle.
Die Steigungen am zweiten Tag waren wesentlich flacher als am ersten, auch die letzten 10 km nach Hilter waren leicht zu bewältigen. Hier gabs dann noch ein Alster und ne Pommes dazu, bevor es dann wieder mit dem Zug nach Bochum ging.
Hier noch der Link zur Bildergalerie:
Weitere nützliche Links zum Weg:
Der Hermannsweg auf fernwege.de








