Radtour zum Hessenstein
Übersicht:
Kategorie: Langstrecke
Länge: 106 km
Dauer: 5 1/4 Std.
Reine Fahrtzeit: 4 Std
Datum: 22.08.2010
Land: Deutschland
Region: Schleswig-Holstein / Ostseeküste / Kiel
Landschaft:
Anforderung:
Kartenmaterial: Blatt 8 Kiel - Plön 1:50.000, Landesvermessungsamt Schleswig-Holstein
Reisebericht:
Vergangenes Wochenende habe ich Samstag und Sonntag zwei ausgiebigere Radtouren gemacht, um mich auf meine zweiwöchige Radreise von Kiel nach Passau einzustimmen. Nachdem ich am Samstag bei schönstem Wetter eine Rundtour über Eckernförde zurück nach Kiel gemacht habe, ging es nun am Sonntag auf eine etwa 100 km lange Rundtour entlang der Ostseeküste und des Selenter Sees. Ziel des Tages sollte der Hessenstein bei Enkendorf sein, der einen schönen Ausblick auf die Moränenlandschaft Schleswig-Holsteins bietet.
Gegen Mittag breche ich auf und fahre zuerst einmal am östlichen Fördeufer Richtung Laboe. Bei Mönkeberg erreiche ich den Fördewanderweg, der sich sehr schön bis nach Laboe fahren lässt. Das Wetter ist hier noch ideal – 21 °C und ein nur leicht bewölkter Himmel. Der Wind bläst stark von hinten, so dass ich mühelos einen Schnitt von 29 km/h halten kann. Bei Stein mache ich am Kiter-Strand meine erste kleine Pause, um den Kitern zuzuschauen und den Blick auf das westliche Fördeufer zu genießen.
Hiernach geht es dann direkt an den neu gebauten Deichabschnitt über Brasilien und Kalifornien. Diese Teilstrecke lässt sich auf einer sehr breiten und neu asphaltierten Straße direkt am Wasser sehr entspannt fahren, da genügend Platz ist, um den zahlreichen Radfahrern, Fußgängern und Inlineskatern auszuweichen.
Hingegen zur geplanten Strecke, bin ich bereits auf der Höhe Hohenfelde nach einem Aussichtspunkt von der Küste abgefahren, wo mir nun auch direkt der Wind mächtig ins Gesicht blies. Vor dem Gut Panker bekomme ich dann den ersten heftigen Regenguß des Tages ab. Das Gut selbst ist wunderschön erhalten und gepflegt und zieht bedingt durch die zahlreichen kleinen Geschäfte und Ateliers viele Besucher an. Da mich das Wetter nicht gerade zum ausgiebigen photographieren einlädt, setze ich meine Tour Richtung Süden zum Hessenstein fort. Dieser ist ein 17 Meter hoher Turm, den man begehen kann. Leider habe ich keinen Euro für die Drehtür im ersten Stock passend dabei, weshalb ich die schöne Aussicht nicht von oben genießen kann. Hier sei jedem empfohlen passend das Geld dabei zu haben. Am Hessenstein kann man übrigens auch im angrenzenden Restaurant eine Pause machen.
Nachdem meine Vorräte verspeist waren, ging es nun hinunter zum Selenter See. Leider hatte ich, wie auch bereits am Samstag, eine Reifenpanne, die aber schnell behoben werden konnte. Entlang von Pülsen und Pratjau geht es nun am nördlichen Rand des Selenter Sees entlang, ohne jedoch einen Blick auf den See selbst zu bekommen. Diesen bekomme ich erst am westlichen Ufer bei Fargau, wo ich mir den zweitgrößten See Schleswig-Holsteins bei einer kleinen Pause anschaue.
Das letzte Teilstück führt nun über Schlesen auf einem kleinen Weg durch den Durchgang zwischen dem Passader und Dobersdorfer See hindurch. Hier erwischt mich nun ein richtig kräftiges Gewitter, so dass ich nicht mehr als 5 Meter nach vorne schauen kann, da mir der Regen die Sicht nimmt. Dennoch ein angenehmes Gefühl, wenn der Regen die Beine hinunter läuft und sich in den Schuhen sammelt! Über das etwas unheimliche Örtchen Schädtbek (besteht im Grunde nur aus einem einzigen großen Landwirtschaftsbetrieb) geht es dann über Flüggedorf zur Oppendorfer Mühle, die ich auch bereits bei zahlreichen Wanderungen an der Schwentine besucht habe. Den Rückweg ins Zentrum nimmt man nun am besten über Klausdorf und Wellingdorf, wo ich dann nach 106 km mein zuhause erreiche.
Bedingt durch die Länge ist die Strecke recht anspruchsvoll und kann bei ungünstigen Windverhältnissen sehr anstrengend werden. Wege und Gelände sind ansonsten sehr einfach zu bewältigen.
Streckenübersicht (für Ansicht in google maps auf das Bild klicken):
Links & Downloads:
Rundtour zum Hessenstein als *.kml* Datei
